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Forum - Titel, Unbekannt
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Eden Sage (62 Posts bisher) |
Kapitel 1 - Ein Zuhörer Ein junger Mann, Anfang Zwanzig. Eden Sage, für die Leute da draußen. Hier drinnen nur ein weiterer, Gefangener. Nummer 23 war ihm zugewiesen worden, 23 nannte ihn jeder hier drin. Namen wurden vergessen, Identitäten verschwammen. Hier drin zählte nicht mehr, wer du warst, wer du hättest werden können. Hier drin verlor alles seine Wichtigkeit. Allen voran dein Name, deine Geschichte. Hier drin war jeder gleich, das glaubte er zumindest. Bis er, Nummer 23 auf jemanden traf der anders war. Der sich für ihn interessierte, der seine Geschichte hören wollte. Und er war bereit sie zu erzählen. Er lehnte an der kühlen Zellenwand. Auf der trostlos mit einem Lacken bedeckten Pritsche. Der Raum war beinahe leer, auf der anderen Seite fand sich das gleiche, gespiegelt. Seit seiner Ankunft hier war er alleine gewesen, bevorzugte es. Lieber so als einen Anderen, der sich womöglich jeden Tag die Seele aus dem Leib heulte und beteuerte, wie sehr er seine Fehler doch bereute. Einer, der glaubte nicht hier her zu gehören, etwas besseres verdiente. Der Todestrakt, der Ort an dem die bösen Verbrecher auf ihre Hinrichtung warten. Der Ort, an dem man angeblich nur verdorbene, schuldige oder vollkommen verrückte Seelen fand. Es war nicht auszuschließen, das Eden ein schlechter Mensch war. Doch für die Tat, für die er hier einsaß, die über sein Schicksal entschieden hatte war er ganz und gar nicht verantwortlich. Um das zu verstehen musste man ihn kennenlernen, musste man ihm zuhören, musste man ihm glauben. Beinahe jeder hier drin hätte gelogen, wenn es dadurch seine Chancen steigerte hier wieder herauszukommen. Eden Sage nicht. Er hatte genug gelogen, genug Menschen manipuliert. Er hatte sich einen Ruf erarbeitet, der hier, im Gefängnis zu seinem Verhängnis wurde. Die Jury konnte er nicht überzeugen, das Urteil damit nicht abwenden. Und so landete er hier. Alleine in einer Zelle, auf den Tag wartend der jetzt gerade noch in ferner Zukunft lag. Auf dem Flur kam etwas in Bewegung. Jeder neugierige stürmte an die Tür, das Gesicht direkt an die schmale Plexiglasluke gedrückt, die den Blick nach draußen erlaubte. Ein neuer Gefangener. Ein Fremder, der im nächsten Moment zu einem von uns werden würde. Zu Edens Überraschung war es seine Zellentür, die sich mit einem lauten, unangenehm schrillen Piepton öffnete. Hereingeführt wurde ein mittelgroßer Mann. Helle Haare, das Gesicht mit Falten und Narben übersät. Es war schwer zu erkennen, bei was es sich tatsächlich um verheilte Wunden handelte. Er setzte sich, schweigend. Dem anderen Gegenüber. Den Blick hebend musterte der Neue den Alteingesessenen. Er erlaubte sich keine Wertung, sah einfach nur hinüber. Schweigsamkeit, das hatten die beiden gemeinsam. Auf den ersten Blick zumindest. Die Stille war Eden keinesfalls unangenehm. Es war irgendwann seltsam geworden nur noch seinen eigenen Gedanken zuhören zu können. Jetzt, jetzt horchte er nach dem Atmen des Neuen. „23?“ war seine erste Frage und der Mann nickte. Der Neue hatte sich informiert. Oder war informiert worden. Im Grunde genommen eine Kleinigkeit, die nichts zur Sache tat. Er kannte die Nummer, 23 kannte seine nicht. „Name?“ jetzt war er daran die Stirn in Falten zu legen. Tatsächlich interessierte ihn mehr als seine Nummer? Mehr war nicht wichtig. Mehr sollte auch nicht wichtig sein, nicht mehr. Unwillkürlich rief er mit der Frage Misstrauen hervor. Zu viele Menschen hatte Eden auf seinem Weg verärgert. Zu viele waren noch immer auf Rache aus. Doch dieser Mann. Er wirkte anders. Nicht böswillig interessiert, nicht Hintergedanken verfolgend. Das war seine Einschätzung. Die Einschätzung eines Häftlings, der mehrere Wochen in vollkommener Stille und alleine verbracht hatte. Ob darauf noch zu vertrauen war? „Was ist deine Geschichte, 23?“ fragte er einfach weiter, ohne die Antwort der Frage nach meinem Namen abzuwarten. Was war meine Geschichte? Was war der Grund für meine Gefangenschaft hier. Wie war Eden Sage in diese aussichtslose Situation geraten? Darauf wartend, dem Tod gegenübertreten zu können. Am besten Fange ich vorne an, am Anfang. Doch wo genau war der Anfang, wo hatte all dies begonnen, seinen Lauf genommen? Edit: Bisher ist das ganze in der Er-/Sie-Perspektive geschrieben. Allerdings fand ich es bereits beim Schreiben des Öfteren etwas die Personen, gerade weil es sich um zwei Männer handelt, schwierig auseinanderzuhalten. Meine Frage ist daher: So weiter oder lieber Ich-Perspektive? | |||
Roxi Loys (8 Posts bisher) |
Ich denke die ICH Perspektive währe besser |
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